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Eines der Kerngeschäfte von Führung: Leistungsprozesse managen...

Die Corona Pandemie hat gezeigt, wie fragil unser Arbeits- und Wirtschaftsleben ist. Ein kleines unsichtbares Virus hat unser Leben völlig durcheinandergebracht. Gerade in Krisenzeiten wird beobachtbar und mitunter (schmerzlich) bewusst was wirklich bedeutsam ist und was nicht (so sehr). Das gilt nicht nur für das private Leben sondern genauso für den Kontext Arbeit.

Ein Rundruf bei Pflededienstleitungen hat unisono ergeben – in Krisenzeiten bedeutsam ist die Fokussierung! Was ist jetzt das „Lebens“notwendige, das wirklich Wesentliche, das zentral Wertschöpfende - der Kernprozess. Dazu braucht es die Fähigkeit, dies zu erkennen und danach zu handeln. Die Konzentration auf das Kerngeschäft, bedeutet in sozialwirtschaftlichen Organisationen die unmittelbare Arbeit mit und für die Kund*innen. Wenn die Kräfte darauf ausgerichtet sind, so hat das  zur Folge, dass Anderes (z.B. Bürokratie, manche Maßnahmen und Gespräche etc.) in den Hintergrund rückt. Diese fokussierte Aufmerksamkeit auf die Kernaufgabe hat durchaus überraschende Effekte gezeigt: z.B. mehr Ruhe für die Arbeit mit den Kund*innen.

In der Krise wird deutlich: was ist gut eingeübt und geregelt bezogen auf die Kernaufgabe und woran holpert es. Je geregelter, eingeübter, transparenter und gleichzeitig agiler die Prozesse gestaltet sind um so erfolgreicher! Die Fähigkeit zum Improvisieren oder ständig Nachjustieren gehört zu den Kernelementen einer lernenden Organisation und ist überlebensnotwendig.

Führung in dieser Corona Krise bedeutet - Führung virtuell und auf Distanz: Es sind die Mitarbeiter*innen die vor Ort, direkt bei der Kund*in sind; die Mitarbeiter*innen müssen unter erschwerten Bedingungen mitunter sehr rasch in Eigenverantwortung passende Entscheidungen treffen können. Dazu brauchen sie die Befähigung und Befugnis. In Zeiten von Kurzarbeit und Homeoffice bedeutet das - Führen via digitale Kommunikation: klare, konkrete nachvollziehbare Informationen auf kurzem Wege! 

Ein Thema, das die Führungskräfte auch nach der Krise beschäftigen sollte. 

Es scheint so, dass Teams mit agilem Charakter in der Krise passender agieren, weil sie auf Basis der Ambiguitätstoleranz beweglicher im Agieren und in der Widerstandskraft sind. Die formal gesetzte Führungskraft liefert und führt die Informationen zusammen, vertraut und empowert! Und sie sollte für die notwendigen Mittel sorgen (Stichwort „Beschaffungsprozesse für Schutzausrüstung“). 

Die Koppelung zwischen Person und Organisation wird an der Kultur deutlich: Wechselseitiges Vertrauen und Awareness als Bindemittel. So wie die Stärken und Schwächen der Einzelnen in der Krise sichtbarer sind, so  auch die Haltung im Miteinander: Angst und Sorge als auch Zuversicht und Zutrauen! Aufgabe von Führung gerade in diesen Zeiten von Unsicherheit: Ruhe und Sicherheit vermitteln! 

Es wäre wünschenswert im Sinn von lernender Organisation (nach der Krise) zu reflektieren:

Was hat sich bewährt? Was (erstaunlicherweise) nicht? Welche Prozesse sind wertschöpfend? Welche nicht? Wie tun wir mit diesen Erkenntnissen weiter? 

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Anne Elisabeth Höfler (2012):
Führen und Leiten in Hospizarbeit und Palliative Care, Frankfurt am Main: Mabuse-Verlag • ISBN 978-3-86321-022-9

Kurzbeschreibung
Diese Forschungsarbeit beleuchtet einen wenig beachteten Aspekt der Hospizarbeit und Palliative Care: Führung und Leitung. Als Datengrundlage fungieren qualitative Interviews mit Führungskräften aus Hospiz -und Palliativeinrichtungen in Österreich.

Im Zuge der Darstellung und theoretischen Reflexion ihrer Ergebnisse arbeitet die Autorin zentrale Spannungsfelder heraus, in denen sich Leitende im Feld Hospizarbeit und Palliative Care bewegen. Darauf aufbauend entwickelt sie Empfehlungen für ein hospizlich-palliatives Leitungshandeln.

Bestellungen über:  www.mabuse-verlag.de
Rezensionen > download > Norbert Schermann (PDF)
Rezensionen > download > NIna Fleischmann (doc)
Rezensionen > download > Christian Müller (PDF)

Anne Elisabeth Höfler (2010):
Weaving the organization, lifestyle and mission toward the future. Transnationaler Evaluierungsprozess am Beispiel einer katholischen Ordensgemeinschaft

In: Thomas Krobath, Andreas Heller (Hg.): Ethik organisieren. Handbuch der Organisationsethik (S.964ff), Freiburg: Lambertus • ISBN 978-3-7841-1980-9

Wenn Sie Interesse am Inhalt dieses Artikels haben, wenden Sie sich bitte an die Autorin.

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Anne Elisabeth Höfler (2010):
Betrachtungen zu Leitung in Hospizarbeit und Palliative Care unter Gender-Aspekten

In: Reitinger, Elisabeth & Beyer, Sigrid (Hg.): Geschlechtersensible Hospiz- und Palliativkultur in der Altenhilfe (S.245-253), Frankfurt am Main: Mabuse Verlag, ISBN 978-3-940529-68-8

Wenn Sie Interesse an diesem Artikel haben, wenden Sie sich bitte an die Autorin.

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Anne Elisabeth Höfler (2010):
Veränderung in Organisationen
In: CS imPuls Ausgabe 1/2010 (S.8-9)


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Höfler, Anne Elisabeth (2008):
Transdisziplinäre Erfahrungen im qualitativen Interview mit Führungskräften von Hospizeinrichtungen und Palliativeinheiten

In: Reitinger, Elisabeth (Hg.), Transdisziplinäre Praxis. Forschen im Sozial- und Gesundheitswesen (S. 200-203), Heidelberg: Carl-Auer-Systeme • ISBN 978-3-89670-903-5

> Link > Zum Artikel (PDF)

www.carl-auer.de

Höfler, Anne Elisabeth & Metz, Christian (2005):
Plädoyer für eine andere Zeitkultur - Leitung und Selbstmanagement im Spannungsfeld von Chronos und Kairos.

In: Harald Fasching & Reingard Lange (Hg.), sozial managen (S. 469-487), Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag

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Höfler, Anne Elisabeth (2001):
Die Geschichte der Hospizbewegung. Zukunft braucht Vergangenheit.
Kursbuch palliative care 2.

vergriffen

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Vorträge

2013 / 25. April

Organisationen in guter Hoffnung?!
Vortrag im Rahmen des Niederösterreichischen Pflegefrühlings.

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2009 / 13. Oktober

„…dieses Feuer das uns am Kochen hält“
Leiten in Hospizarbeit und Palliative Care
Kardinal König Haus

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2005 / 23. September

Zukunft braucht Geschichte.
Zur Entwicklung der Hospizbewegung in Österreich

Im Rahmen eines Studientages im Kardinal König Haus (KKH) am 23. September 2005 wurde Sr. Mag.a Hildegard Teuschl, einer der PionierInnen der Hospizbewegung in Österreich, für ihre langjährige, engagierte Arbeit im KKH gedankt.

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